Demos gibt es, seit dem es Personal Computer gibt, sie traten aber erst ab 1983 gehäuft auf. Der Anfang waren kleine Programme, die daran erinnerten, wer das Spiel, was man gerade illegal spielte, von seinem Kopierschutz befreit hatte. Sie waren eine gute Herausforderung für Programmierer, da sie nicht größer als 256 bis 1024 Bytes werden durften. Sie wurden in Assembler oder direkt in Maschinensprache geschrieben. Zu der Zeit gab es die meisten auf Apple II und Commodore 64 Computern, da diese die beliebtesten Heimcomputer waren.
Etwas später wurden diese Programme geschrieben, um zu zeigen, was man selbst gerade gelernt hatte. 'Cracken' war zwar immer noch modern, aber etliche hatten bemerkt, daß das intensivere Kennenlernen des eigenen Computers cooler war als das Raubkopieren von etlichen Spielen. Die ersten echten Demos entstanden etwa 1984-1985, sie zeigten dann, was mit den Computern zu der Zeit alles machbar war. Die ersten Demos gab es auf dem C64, dem Apple II und dem Atari 400/800/XL, danach wurde der Amiga entwickelt.
Als Commodore den Amiga 1985 auf den Markt brachte, wurde er in den USA weitestgehend ignoriert, wohingegen er in Europa bald überall zu finden war. Der Amiga war anders als die vorherigen Computer: Er was preiswert und "Multimedia"-geeignet. Damals gab es diese Bezeichnung aber eigentlich noch gar nicht. Die Grafik- und Sound-Fähigkeiten waren unglaublich, dazu kam ein Multi-Tasking-Betriebssystem.
Hardware von 1985:
Sound
Grafik
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Apple: Piepser
16 Farben, niedrige Auflösung, zwei Videoseiten
8 Faben, hohe Auflösung, zwei Videoseiten
Apple ][/gs 15-Kanal digital
niedrige Auflösung: 16 Farben, 2 Seiten, 40*40
sound (stereo) mit
4 Textzeilen
hohe Aufl.: 4 Farben (8, aber mit
Wiederholung), 2 Seiten
Doppelte Hohe Aufl.: 16 Farben, 2 Seiten
Superhohe Aufl. (nur gs): 16 Farben je
Bildschirmzeile, aus insgesamt 4096 Farben
IBM:
Piepser
16/64 Farben, niedrige Aufl., zwei Seiten
16/64 Farben, hohe Aufl., eine Seite
C64: 3 Stimmen Synthesizer 16 Farben, niedrige Aufl., mehrere Seiten
Mac:
4 Stimmen digital Schwarz/weiss, hohe
Aufl., eine Seite
sound, mono
Amiga: 4 Stimmen
digital 32/4096 Farben, niedrige Aufl.,
mehrere Seiten
sound, stereo
64/4096 Farben, mittlere Aufl., zwei Seiten
4096 Farben, mittlere Aufl., eine Seite
Der Amiga war der für Grafik am besten geeignete Computer, er bot die schnellste Grafik und den besten Klang. Er war für viele der Nachfolger des C64.
Die Demoszene entwickelte sich rasch auch auf dem Amiga da dieser etliche schnelle Hardware-Tricks erlaubte wie z.B. mehrere Videoseiten, mehrere Auflösungen, 4 Kanal Stereomusik (die auch endlich mal zur Abwechslung wie Musik klang) und fast komplette Kontrolle über die Hardware erlaubte - bis zu dem Punkt, mehrere Auflösungen gleichzeitig auf dem Bildschirm darzustellen! Zwischen 1988 und 1990 gab es etliche revolutionäre Produktionen in der Demoszene auf dem Amiga. Zu der Zeit begann auch der "Krieg" zwischen Amiga- und Atari ST-Benutzern.
Danach kam die PC-Szene:
Um 1990 herum bemerkten die Leute auf der IBM-Seite der Computerwelt, daß sie auch so coole Sachen wie der Amiga konnte haben wollten und begründeten eine eigene Demoszene. Die Prozessorgeschwindigkeit war höher, allerdings mangelte es an der Grafik. EGA war zwar schnell, hatte aber nur 16 Farben, VGA kannte 256, war aber recht langsam. Das größte Problem war aber der Sound. Folgende Standards gab es zu der Zeit:
1990 fand man dann auch heraus, daß der PC schnell genug war, vier Stimmen in Echtzeit zusammenzumischen, um Resultate zu erhalten, die ähnlich waren, wie daß, was der Amiga von Natur aus konnte. Ein paar Versuche aus der Zeit waren: