Wasserball

Ball
Ein freiheitsliebender Wasserball tollt in der Brandung
Wasserbälle sind in vielerlei Hinsicht die Delphine unter den Plastikbällen; denn auch jenseits der offensichtlichen Verbindung - dem Wasser - zeigen sich beim näheren Hinsehen viele andere Parallelen. Angefangen bei der Verspieltheit und scheinbar filigranen Eleganz, mit der sie sich durch's Wasser bewegen, wie sie sich auf Du und Du mit den Strömungen ohne einen trüben Gedanken hin und her werfen - um seiner selbst willen. Und auch die Intelligenz ist, wie bei den Delphinen augenscheinlich. So, wie man es bei Delphinen ansatzweise geschafft hat, so kann man auch nach langjährigen Experimenten mit eingefangenen Wasserbällen, hier Erfolgserlebnisse im Bereich der Kommunikation vorlegen. In langer Kleinarbeit erarbeiteten Forscher der Marinal University of Detroit ein Farb- und Musterkodierungssystem, mit dem es den Meeresbiologen gelang in Kontakt mit den sympathischen und leichtfüßigen Wasserbällen zu treten. Doch es sei noch nicht zu viel verraten, denn das Projekt läuft noch in diesen Augenblicken weiter.
Bei aller Liebe und Unbeschwertheit sollten wir nicht vergessen, dass die Bestände an Wasserbällen in ihren natürlichen Lebensräumen weiterhin stark bedroht sind. Dabei ist so wenig über die zwar hochintelligenten und lebensfrohen, wiewohl scheuen Meeresbewohner bekannt. Wie sieht ihre Brutpflege aus? Wie schlafen sie? Inwiefern sind sie mit Quallen verwandt? Wer bläst sie wieder auf, wenn sie platt werden? Viele dieser Fragen werden nicht beantwortet werden können, wenn wir weiterhin so achtlos mit ihnen umgehen, sie in Scharen einfangen, und aus Platzgründen entlüften, nur um sie dann an Touristenhorden und achtlose Jugendliche zu verkaufen. Das darf kein Weg sein.

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